Marienerscheinungen in Fehrbach
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Mutter der Bekehrung der Sünder

 

Marienerscheinungsort Fehrbach bei Pirmasens

Neues:




jeden Sonntag um 15:00 Uhr halten wir bei guter Witterung am Felsen
eine kleine Andacht mit Barmherzigkeitsrosenkranz,  Rosenkranz
und Liedern. Alle sind herzlich dazu eingeladen.





















Geschichte der Marienerscheinungen in Fehrbach

Am 11. Februar 1949 hatte die zwölfjährige Senta Roos mit ihren Freundinnen begonnen täglich den Rosenkranz zu beten. Als Waisenkind war sie 1945 mit ihrer Oma Maria Kunz zu ihrer verwitweten Tante Franziska Hornung nach Fehrbach gekommen.

Am 12. Mai 1949  ging sie mit ihren Freundinnen zum Holzsammeln in den Wald der „Eulenkirch“ – ein Gemarkungsname, der an das Wirken des Hl. Pirmin in dieser Gegend erinnert. Da erschien ihr zum ersten Mal unterhalb des Felsens die Gottesmutter mit den Worten: „Ich danke euch! Macht so weiter wie bisher! Ich werde euch beschützen.“ So dankte sie für den Rosenkranz der Kinder und erschien bis zum 10. Mai 1952 insgesamt 53 mal, so oft, wie das Ave Maria beim Rosenkranz gebetet wird. Am 13. Mai stellte sie sich vor: „Ich bin die Reine und Unbefleckte Empfängnis. Immer, wenn ihr kommt, bin ich da!“ Sie wünschte ausdrücklich als Gebetstag den 8. Dezember dieses ersten Erscheinungsjahres – ihr Fest der Unbefleckten Empfängnis.


Bereits am 9. Juni 1949 wünschte sie von Pfarrer Matheis den Bau einer Kapelle. Am 23. Juni, dem Vorabend des Herz Jesu Festes antwortete sie auf Sentas Frage, warum sie komme: „Um viele Sünder zu bekehren,“ und am 26. Januar 1950 nannte sie den Titel, unter dem sie verehrt werden will: „Ich bin die Mutter der Bekehrung der Sünder!“ Am 12. August 1949 (genau ein Vierteljahr nach der ersten Erscheinung) waren 15.000 Pilger am Felsen und beteten mit Senta den ganzen Tag über bis die Mutter Gottes kurz vor Mitternacht erschien. Senta wurde ein Geheimnis anvertraut. Auch Alice Samson sah an diesem Abend die Mutter Gottes. „Sie stand auf dem Felsen, über der Grotte, in einem weißgleißendes Licht … sie trug ein weißes Kleid. Das Kleid war in der Taille gerafft, aber ohne Gürtel. Es hatte weite Ärmel. Sie hatte die Hände gefaltet und darüber einen weißen Rosenkranz. Die Haare waren lang und blond gelockt, mehr goldblond. Auf dem Kopf trug sie eine goldene Krone mit sieben Zacken und sieben Röschen dazwischen, die leuchteten wie Sterne. An den Füßen waren so was, wie kleine weiße Wolken.“ Alice nahm seitdem regelmäßig mit Ottilie Grünfelder an den Erscheinungen teil, allerdings sahen die beiden die Muttergottes nicht.

Die Erscheinungen fanden zumeist im Abstand von vier Wochen statt. Im ersten Jahr war es meistens am Donnerstag, im zweiten Jahr war es immer ein Freitag, im dritten Jahr war es der Samstag. Am Anfang kam die Erscheinung nachmittags, später zwischen 20 und 22 Uhr.

Schon im Jahr 1948 (Januar bis November) war dem Schäfer Karl Germann, der seine Herde in der Gemarkung Fehrbach, Petersberg, Staffelhof weidete, viermal die Mutter Gottes erschienen, wie er erst 1959 zu Protokoll gab.


Wie in Fatima bat die Muttergottes die Gläubigen durch viel Gebet Seelen zu retten. Am Jahrestag der ersten Erscheinung (12. 5. 50) bat Senta zum wiederholten Mal um ein Wunder, damit die Leute glauben, was von der Mutter Gottes mit einem „festen Lachen“ beantwortet wurde. Am Morgen des 13. Mai, dem Tag der ersten Erscheinung in Fatima, sahen die Pilger zum erstenmal ein Sonnenwunder. Ebenso am 9. / 10. Juni, 7. / 8. Juli und 5. August 1950 beobachteten viele Pilger besondere Sonnenphänomene, zum Teil in den frühen Morgenstunden nach einer Nacht des Gebetes, die sie an das Sonnenwunder von Fatima denken ließen.



Am 4. August 1950, dem Fest des Heiligen Dominikus, kamen 12.000 Pilger zum Felsen, auch zum ersten Mal Oberlehrer Franz-Josef Riester auf Geheiß der Muttergottes mit Pilgern aus dem Schwarzwald. Die Mutter Gottes bedankte sich für das Gebet und gab ihm folgenden Auftrag: „Er soll die Blaue Armee Mariens in Deutschland gründen! Die Blaue Armee Mariens, die ich schon in Fatima verlangt habe!“ Am gleichen Abend wurde im Lehrersaal in Fehrbach die Blaue Armee Mariens – die erste in Europa – gegründet (Franz-Josef Riester, Pfarrer Karl Matheis, Alois Vetter, Friedrich Weizenecker, Bruder Alfred-Maria Reinicke und ein Lehrer aus Fehrbach), die sich zu einer großen Gebetsbewegung im deutschsprachigen Raum entwickelte.



Am 16. Februar 1951 als die Pilger – trotz des Verbots einer kleinen Schrift über das bisherige Geschehen am Felsen durch das Speyerer Ordinariat – zur angekündigten Erscheinung kamen, bedankte sich die Mutter Gottes. Senta durfte an diesem Tag der Mutter Gottes zum erstenmal die Hand zum Abschied reichen. Verschiedene Fotos belegen, dass Senta auch Pilgern die Hand beim Abschied zur Mutter Gottes führen durfte.

Senta führt die Hand von Lehrer Weizenecker zur Hand der Muttergottes


Seit dem 13. April 1951 bat die Mutter Gottes verstärkt um Buße und warnte vor einer Katastrophe: „Ja, es wird bald kommen, da werden von 100 Menschen nur noch einer am Leben bleiben!“ „Tut Buße, besorgt euch geweihte Kerzen und Streichholz. Tragt eure Rosenkränze und Medaillons.“ 9. 6. 1951: „Die Leute sollen fest beten, denn es werden schwere Zeiten kommen, denn jetzt geht es erst los. Darum werde ich ihnen einen besonderen Segen geben!“ Die Mutter Gottes segnete am Ende der Erscheinungszeit alle Pilger und auch Medaillen und Rosenkränze. 1.9.1951: „Die Leute sollen oft und würdig beten, denn sie werden noch viel zu leiden haben. Wir sind jetzt in einer schweren Zeit.“ Die Kinder antworteten im Juli 1951 mit einer Bußübung, indem sie auf den Knien mit selbstgefertigten Kreuzen beladen am Felsen rutschten.

Am 24. November 1951 sagte die Mutter Gottes: „Die Leute sollen oft beten, wenn es nur ein Gesätzlein vom Rosenkranz ist, damit sie die Prüfungen bestehen.“ Sie erklärte den Kindern die Wundertätige Medaille. „Das Kreuz bedeutet das Kreuz von Golgotha. Die zwei Balken sind die Balken, wo ich draufstand. Das ‚M’ bin ich unter dem Kreuz, die 12 Sterne bedeuten die 12 größten Heiligen im Himmel, die euch beschützen.“ Am 22. Dezember sagte sie auf Nachfrage Sentas: „Es sind: die Hl. Agnes, die Hl. Cäcilie, die Hl. Maria Goretti, die Hl. Martha, die Hl. Maria Theresia, die Hl. Elisabeth, der hl. Pius, der Hl. Antonius, der Hl. Franz, die Hl. Ottilie, der Hl. Benedikt…“ (den letzten Heiligen hat Senta vergessen).

Während einer Erscheinung


Bei der vorletzten Erscheinung am Karsamstag, 22. 4. 1952 sagte sie: „Meine Kinder, ihr müsst viel leiden. Mein Sohn musste auch viel leiden, deshalb betet, betet viel!“ Am 10. Mai 1952 um 21.15 Uhr fand die von der Mutter Gottes angekündigte letzte Erscheinung statt. Senta sagte: „Liebe Mutter Gottes,  wir danken Dir ganz besonders für alle Gnaden. Liebe Mutter Gottes, was hast Du uns am 3. Jahrestag zu sagen?" „Ja, meine Kinder, ich werde nicht mehr kommen, und hier soll eine Kapelle gebaut werden, mir zum Andenken. Wenn dies nicht geschieht, wird etwas Schweres kommen, und viele  werden sich nicht bekehren." Auf Sentas Bitte: „Liebe Mutter Gottes, gib uns doch ein Zeichen, die Menschen glauben es ja nicht." hört Senta die Antwort: „Ich bin gekommen, um Sünder zu bekehren, und keine besonderen Wunder zu wirken."

Die Erscheinungstage in Fehrbach waren große Gebetstage und „Sühnenächte“ mit Rosenkranzgebet, Gesang und Marienweihe im Gebet der vollkommenen Hingabe des Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort. Am Felsen wurde „viel und gut gebetet“, wofür sich die Mutter Gottes mehrfach bedankte, die Beter segnete und mit Gnaden und neuem Gebetseifer erfüllte. Pfarrer Matheis bezeugte: „Wenn dieser Beichtstuhl reden könnte über die vielen und auffallenden Bekehrungen, müsste jeder Zweifel darüber schwinden, dass diese Sache von Gott kommt." Es sind auch viele wunderbare Krankenheilungen geschehen. Es liegen etwa 40 Berichte, teilweise mit ärztlichen Zeugnissen, vor. Die Pilger nahmen Zweiglein und Erde von der Erscheinungsstelle mit, um sie ihren Kranken daheim aufzulegen.

Die Seherin Senta Roos nahm noch anfangs an den Erscheinungen der „Mutter der Bekehrung der Sünder“ teil, die an Anneliese Wafzig im nahen Rodalben ergingen, die auch in Fehrbach an Erscheinungstagen teilgenommen hatte. Sie begannen am 13. Oktober 1951 und endeten mit dem bleibenden himmlischen Zeichen des Blutwunders am 2. Juli 1952.

Buspilgerfahrten mit Priestern, die am Felsen die Heilige Messe feierten, fanden statt, und die Pilger spendeten Geld für den Kapellenbau. Der Pilgerstrom in Fehrbach ebbte ab, da das Ordinariat in Speyer am 28.4.1953 die Wallfahrten zur „angeblichen Erscheinungsstätte“ verbot. Bereits am 28.11.1949 war den Geistlichen der Diözese Speyer die Teilnahme an den „Erscheinungen“ verboten worden. Zahlreiche Bittschriften, auch mit dem Hinweis auf Pater Pios Zeugnis – „Die Muttergottes-Erscheinungen von Fehrbach sind absolut echt“ (Brief an Franz-Josef Riester) – blieben bislang erfolglos. Es gelang auch nicht eine Baugenehmigung für eine offene Kapelle zu erhalten.

Zur Zeit kann der Kapellenverein nur den Wunsch der Mutter der Bekehrung der Sünder vom letzten Erscheinungstag erfüllen: „Hier schmückt den Altar in dieser Nische.“
Es ist ein gesegneter Ort, an dem die Gegenwart der Muttergottes zu spüren ist, der von Familien, kleinen Gruppen und Einzelpilgern zur Andacht aufgesucht wird und zum Dank für erhaltene Gnadenerweise.

Wenn Gott will, werden wir einmal wieder das gemeinsame Gebet am Felsen als Lob- und Dank-, als Sühne- und Bittgebet Gott darbringen dürfen für den Frieden in der Welt und in der Kirche!“ (F. Weizenecker, 1969)

Kapellenverein

Am 13. Juni 1983 wurde ein Verein mit dem Namen „Marianische Gebets- und Sühnevereinigung Fehrbach-Rodalben e.V.“ gegründet. Dieser nennt sich seit dem 23. Juni 1990 durch Beschluss der Mitgliederversammlung „Kapellenverein Fehrbach e.V.“
Er hat zum Ziel:
- Sühne- und Gebetsgruppen zu bilden
- Die Marienerscheinungsstätte in Ordnung zu halten, auszubauen und zu verschönern
- Mitzuhelfen, damit eine Marienkapelle errichtet werden kann

Kapellenverein Fehrbach e.V.
email: kapellenverein-fehrbach@t-online.de

Augenzeugenbericht eines Sonnenwunders

Frau F.A. aus Freiburg, Mutter von 6 Kindern schreibt: „Am 13. Mai 1950 gingen wir morgens gegen 5 Uhr an den Felsen. Wir hofften, den Sonnenaufgang zu beobachten. Als wir aber auf die Höhe kamen, war die Sonne schon aufgegangen. Es war an ihr absolut nichts Besonderes zu sehen. Als wir ein paar Schritte abwärts gegangen waren, machte uns ein Mann, sehr aufgeregt, auf die Veränderung der Sonne aufmerksam. Vor der Sonne stand eine graue Scheibe. Sie war etwas kleiner als die Sonne. Diese drehte sich eine Zeitlang sehr schnell nach rechts, dann wieder nach links. Es war, als käme die Scheibe näher, ging aber wieder zurück. Der Himmel färbte sich um die Sonne unregelmäßig stark rot wie bei einer Feuersbrunst. Dann änderten sich Farben und Formen beständig. Nun verschwand das Rot und links unten färbte sich der Himmel violett. Rechts waren auch violette Punkte. Die graue Scheibe war jetzt grün. Auch sah man schattenhafte Balken mit kugelartigen Enden. Dann bekam die Sonne einen rosaroten Kranz, rechts unten färbte sich der Himmel goldgelb. Später war die Sonne wie flüssiges Gold. Die Balken veränderten sich immer wieder. Die Erscheinung dauerte von 5:10 Uhr bis etwa 5:40 Uhr. Ich dachte sofort, das ist wie in Fatima und das ist sicher ein Zeichen um das Senta gebeten hatte. Es zwang uns unwillkürlich in die Knie und wir weinten.“

Bericht einer Krankenheilung

Mein Kind Ilse, geb. 8.5.44,  erkrankte Ende Dezember 1949 an beiderseitiger schwerer Mittelohrvereiterung. Fieber 41 Grad. Der Arzt glaubt, operativ eingreifen zu müssen. Am 5. Januar 1950 pilgerte ich nach Fehrbach. Nach der Heimkehr legte ich ein Tannenzweiglein vom Felsen auf die erkrankten Ohren. Das Kind wurde sichtlich ruhig, schlief bis zum Morgen und war völlig fieberfrei. Der Eiter lief aus beiden Ohren. Eine Operation war nicht mehr notwendig. Infolge des Eiterflusses hatten sich schmerzhafte Abszesse gebildet. Am 26. Januar 1950 betete ich am Felsen für mein Kind. Ich legte nach der Heimkehr Erde vom Felsen unter den Kopf des kranken Kindes. Vom 28. Januar 1950 an war Ilse frei von allen Schmerzen. Die Abszesse waren entgegen der Annahme des Arztes überraschend abgeheilt. Das Kind ist bis heute ohne jede Nachwirkung der Krankheit geblieben.“

2.9.50, gez. J.B.


Lied zur Mutter der Bekehrung der Sünder und zum Kostbaren Blut Jesu in Rodalben  (Alois Vetter / Cäcilie Wafzig)